Schutzgebiete

Der Naturpark besteht überwiegend aus dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Nuthetal-Beelitzer Sander" (62,5 Prozent), das mit seiner Gesamtfläche von 42.675 Hektar noch über das Naturparkgebiet hinausgeht. Die sensibelsten Bereiche der Landschaft sollen durch Naturschutzgebiete (NSG) gesichert werden.

Bereiche, die im europäischen Maßstab seltene und gefährdete Arten und Lebensräume beherbergen, sind nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie der Vogelschutzrichtlinie der EU als FFH- bzw. SPA-Gebiete ausgewiesen und in der Regel innerhalb von Naturschutzgebieten gelegen. Insgesamt beträgt der Schutzgebietsanteil im Naturpark ca. 86 Prozent, das entspricht 53.810 Hektar.

Detaillierte Informationen zu den Gebieten erhalten Sie beim Kartendienst Schutzgebiete des LandesUmweltInformationsSystems Brandenburg (LUIS BB).


NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung

NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung (Foto: Archiv Naturpark)
NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung (Foto: Archiv Naturpark)

Naturschutzgebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung

Das mehr als 5.000 Hektar große NSG "Nuthe-Nieplitz-Niederung" wurde 1995 festgesetzt. Vom Siethener Elsbruch im Norden erstreckt es sich entlang der von der Nieplitz durchflossenen Seenkette bis in den Bereich von Pfefferfließ und Pfeffergraben vor Dobbrikow.

Ausgedehnte Niedermoorbereiche und flache Talsande werden von weichseleiszeitlich geprägten Stauch- und Endmoränen umgeben. Vor allem die an relativ hohe Wasserstände gebundenen Standorte wie Feucht- und Frischwiesen, Moore und Bruchwälder und andererseits aber auch die Trockenrasen beherbergen eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten.

Für über 60 Vogelarten der Roten Liste der gefährdeten Tiere in Brandenburg ist die Niederung ein wichtiges Brut- und Nahrungsgebiet, für viele Zugvögel ein ideales Rast- oder Überwinterungsgebiet.

NSG Rauhes Luch, NSG Bärluch, NSG Oberes Pfefferfließ

Naturschutzgebiet Rauhes Luch, NSG Bärluch, NSG Oberes Pfefferfließ

Im Südteil des Naturparks finden sich eingebettet in Grundmoränenplatten und Sanderflächen kleinräumige feuchte Niederungsbereiche von großer Strukturvielfalt. Der häufige Wechsel von Wald, Gebüsch, Wiese, Moor, Sumpf und offenem Wasser ermöglicht eine große Artenvielfalt und bietet vor allem seltenen Großvogelarten noch einen geschützten Lebensraum.

NSG Zarth

Zarth (Foto: Thomas Chrobock)
Zarth (Foto: Thomas Chrobock)

Naturschutzgebiet Zarth

Etwa drei Kilometer östlich von Treuenbrietzen liegt der Zarth, ein knapp 300 Hektar großes Naturschutz- und FFH-Gebiet. Der häufige Wechsel von Wald, Gebüsch, Wiese, Moor, Sumpf und offenem Wasser ist der Grund für seine große Artenvielfalt. Hier finden seltene Vogelarten wie Kranich, Eisvogel, Braunkehlchen und Wiesenpieper noch einen geschützten Lebensraum.

Die niederen, feuchten Standorte im Zarth, dem "Teufelswald", sind mit Niederungswald (Erlen- und Erlen-Eschenwälder) bestanden, höhere Standorte nehmen Stieleichen-Hainbuchenwälder ein. Beide Waldarten sind in Brandenburg inzwischen selten geworden.

Grünlandbewirtschaftung im Zarth

Einst für die Viehweide gerodet, wurde die Nutzung der so entstandenen, feuchten Wiesen im Zarth in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr aufgegeben. Die wertvollen Wiesengesellschaften mit Orchideen, Teufelsabbiss, Färberscharte u. a. lassen sich jedoch nur erhalten, wenn sie auch bewirtschaftet werden. Aus Agrar-Umweltprogrammen des Landes erhalten Landwirte Förderungen für die Wiesenbewirtschaftung, die sich unter rein ökonomischen Gesichtspunkten nicht lohnen würde.