Wildobst und Eichen für den neuen Wald in Treuenbrietzen

Das Team des Naturparks Nuthe-Nieplitz pflanzt zusammen mit der Waldgenossenschaft Bardenitz Wildobst und Eichen in den jungen Wald auf den Brandflächen bei Treuenbrietzen. An den Säumen des nach dem verheerenden Feuer 2019 wiedererstanden Waldes soll sich ein stabiler und artenreicher Waldrand entwickeln.

Unter Anleitung des örtlichen Försters greifen 15 Helfer bei bestem Pflanzwetter - Nieselregen und Temperaturen von fast 10 Grad - gutgelaunt zu den Spaten und setzten die kleinen Bäume und Sträucher fachgerecht in ihr neues zu Hause. Nach einigen Jahren werden sie dann für Insekten, Vögel und andere Waldbewohner ein Augen- und Gaumenschmaus sein. Aber nicht nur das, ein guter Waldrand schützt auch das Waldinnere vor Wind und Austrocknung, sogar Feuer wird es durch ihn dort in Zukunft viel schwerer haben.

Schlehen, Hundsrose, Wildapfel und Wildbirne sowie Traubeneiche - insgesamt fast 1000 Pflanzen aus regionaler Herkunft - finden heute als vorweihnachtliches Geschenk des Naturuparks an die vom Feuer gebeutelten Waldgenossen ihre neue Bestimmung. Über diese Hilfe freuen sich die Waldgenossen sehr, besonders darüber, dass alle Mitarbeiter beim Buddeln mit anpacken.

Hintergund

Im Süden des Naturparks brannten in den Oberförstereien Jüterbog und Dippmannsdorf 2018 über 926 ha und 2019 über 873 ha Kiefernwald. Den Bränden ging eine monatelange Trockenheit voraus.

Reine Kiefernforsten sind unter solchen Bedingungen besonders Waldbrand gefährdet. Unter winterkahlen Laubbäumen ist die Verdunstung deutlich geringer und die Sickerwasserspende ins Gundwasser deutlich höher als unter immergrünen Nadelbäumen. Zudem wird unter Laubwäldern mehr Humus aus der Blattmasse aufgebaut, der ein Nährstofflieferant ist und eine wichtige Wasserspeicherfunktion übernimmt.

Gebiet

  • Naturpark Nuthe-Nieplitz

Meldung vom 17.12.2021